Parkettarten, Holzarten & Verlegemuster
Parkett bietet viele Möglichkeiten, einen Raum zu gestalten: von ruhigen Landhausdielen bis zu aufwendigem Tafelparkett. Holzart, Aufbau, Verlegemuster und Oberflächenbehandlung bestimmen gemeinsam, wie ein Boden aussieht und wie er sich im Alltag bewährt. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, die Unterschiede einzuordnen.
Einschichtparkett und Mehrschichtparkett: Was ist der Unterschied?
Einschichtparkett besteht durchgehend aus massivem Holz. Dazu zählen beispielsweise Stabparkett, Mosaikparkett und Massivdielen. Viele dieser Böden werden nach dem Verlegen geschliffen und anschließend geölt, gewachst oder lackiert.
Mehrschichtparkett, häufig Fertigparkett genannt, besteht aus zwei oder drei Schichten. Seine sichtbare Deckschicht ist Echtholz; darunter liegen Trägerschichten. Die Elemente sind meist bereits werkseitig geschliffen und oberflächenbehandelt. Ob und wie oft sich Fertigparkett später abschleifen lässt, hängt vor allem von der Stärke seiner Nutzschicht ab.
Parkettarten im Überblick
Massivparkett
Massivparkett besteht aus einzelnen Massivholzstücken. Klassisch wird es roh verlegt, in mehreren Arbeitsgängen geschliffen und vor Ort mit Lack, Öl oder Wachs behandelt. Es gibt auch werkseitig vorbehandelte Ausführungen, bei denen diese Arbeitsschritte nach dem Verlegen entfallen.
Stabparkett und Parkettriemen
Stabparkett besteht aus einzelnen Holzstäben. Traditionelle Stäbe sind beispielsweise etwa 500 mm lang, 60 bis 70 mm breit und 22 mm stark; daneben gibt es dünnere und zweischichtig aufgebaute Varianten. Die Verbindung erfolgt über Nut und Feder. Bei der klassischen Verlegung auf einem tragenden Holzunterboden werden die Stäbe seitlich durch die Feder genagelt, sodass die Befestigung später verdeckt ist. Daher stammt auch die Bezeichnung Nagelparkett. Parkettstäbe mit angearbeiteter Nut und Feder werden als Parkettriemen bezeichnet.
Mosaikparkett
Mosaikparkett besteht aus kleinen, meist 8 bis 10 mm starken Holzlamellen, die häufig zu Verlegeeinheiten auf einem Netz angeordnet sind. Nach dem Verkleben wird der unbehandelte Boden geschliffen und lackiert, geölt oder gewachst. Seine geringe Aufbauhöhe kann bei der Erneuerung eines vorhandenen Bodenbelags und bei Fußbodenheizungen von Vorteil sein. Ob ein konkreter Aufbau geeignet ist, muss für den jeweiligen Raum geprüft werden.
Lamparkett
Lamparkett ähnelt dem Stabparkett, ist mit etwa 10 bis 11 mm jedoch deutlich dünner. Übliche Stäbe sind ungefähr 120 bis 400 mm lang und 40 bis 65 mm breit. Verlegung und Eigenschaften ähneln dem Mosaikparkett. Weitere Bezeichnungen sind Dünnparkett und Dünnstabparkett.
Hochkantlamellenparkett
Beim Hochkantlamellenparkett stehen schmale Vollholzlamellen hochkant. Die Lamellen werden für die Verlegung beispielsweise mit Papierstreifen, Netzen oder Klebebändern zusammengehalten. Durch seine Stärke von häufig etwa 22 mm bietet der Boden Material für wiederholtes Schleifen. Er ist deshalb als Industrieparkett bekannt, wird wegen seiner markanten Optik aber auch in Wohnungen sowie in Schulen, Museen und Ausstellungsräumen eingesetzt.
Parkettdielen und Massivdielen
Eine Parkettdiele entsteht, indem massive Parkettstäbe zu einem größeren Dielenelement verleimt werden. Üblich sind zwei oder drei parallele Stabreihen; die Elemente können mehrere Meter lang sein.
Eine Massivdiele besteht dagegen aus einem durchgehenden Stück Holz. Sie hat ein großzügiges Format, häufig ab etwa 12 cm Breite und 1,20 m Länge. Dielen für eine Unterkonstruktion sind meist stärker als Ausführungen, die vollflächig verklebt werden.
Tafelparkett
Tafelparkett wird auch Französisches Parkett genannt. Geometrische Elemente wie Rauten oder Sterne werden zu Tafeln zusammengesetzt; unterschiedliche Holzfarben können das Muster zusätzlich betonen. Häufig fasst ein umlaufender Fries die Fläche ein. Bei der Planung spielen Raumgröße, Einrichtung und spätere Nutzung eine wichtige Rolle.
Zwei- und Dreischichtparkett
Dreischichtparkett kann je nach Produkt und Untergrund schwimmend auf einer geeigneten Unterlage oder vollflächig verklebt werden. Bei Klickverbindungen gibt es Systeme, die durch einen überwundenen Widerstand halten, und formschlüssige Winkelsysteme, bei denen die Elemente ineinander eingewinkelt werden.
Zweischichtparkett wird in der Regel vollflächig mit dem Untergrund verklebt. Es ist unter anderem als Einzelstab, Schiffsboden und Landhausdiele erhältlich. Für die Qualität beider Mehrschichtvarianten zählen nicht allein die Holzart, sondern auch Nutzschicht, Gesamtaufbau, Mittellage, Verbindung und Oberflächenbehandlung. Eine fachgerecht gewählte Verlegeart beeinflusst zudem Gehgeräusch und Beanspruchung der Verbindungen.
Die Entwicklung von Mehrschichtparkett reicht bis in die 1930er-Jahre zurück. Ab den 1940er-Jahren kamen erste Fertigparkettprodukte auf den Markt; später folgten zweischichtige Varianten. Heute stehen zahlreiche Formate und Oberflächen zur Auswahl.
Welche Holzarten eignen sich für Parkett?
Jede Holzart bringt eine eigene Farbe, Maserung und Härte mit. Auch innerhalb einer Holzart verändert die Sortierung das Erscheinungsbild. Die folgenden Hölzer gehören zur Auswahl, die Parkett Weber bereits im bisherigen Ratgeber vorstellt:
| Holzarten aus Europa | Weitere im bisherigen Ratgeber genannte Holzarten |
|---|---|
| Eiche, Buche, Ahorn, Birke, Esche | Eukalyptus, Merbau, Wenge, Teak |
| Nussbaum, Kirsche, Kiefer, Erle, Lärche | Zebrano, Palisander, Bubinga, Mahagoni |
| Olive | Bambus |
Eiche kann beispielsweise rötlich-braun wirken, Buche eher rötlich und Ahorn hell bis weißlich. Birke zeigt oft gelbliche, Nussbaum braune und Kirsche rötlich-braune Töne. Esche ist häufig hell; Olivenholz kann gelbbraun bis goldbraun erscheinen. Die tatsächliche Farbe hängt immer vom einzelnen Holz, seiner Behandlung und den Lichtverhältnissen ab.
Verlegemuster: von Schiffsboden bis Fischgrät
Das Muster prägt die Wirkung des Bodens ebenso stark wie die Holzart. Zum bestehenden Angebot an Gestaltungsideen gehören:
- Geradlinige und diagonale Muster: Schiffsboden, Diagonalverband, Naturriemen, Riemenverband und Riemen diagonal
- Fischgrätmuster: Fischgrät, Doppelfischgrät und Fischgrät mit Fries
- Geometrische Muster: Tafel, Leiter, Altdeutscher Verband, Flechtmuster, Kassette und Würfel verschoben
- Zopfmuster: 3-fach Zopf und 4-fach Zopf
Welches Verlegemuster passt, richtet sich unter anderem nach Raumgröße, Grundriss und Einrichtungsstil. Auch der geeignete Unterboden und die Verlegeart müssen berücksichtigt werden. Neben traditionellen Nut-und-Feder-Verbindungen kommen bei passenden Produkten Klicksysteme zum Einsatz.
Die passende Oberfläche für Ihren Boden
Nach dem Verlegen beziehungsweise Schleifen erhält unbehandeltes Parkett seinen Oberflächenschutz. Zur Auswahl stehen Öl, Wachs und Lack. Dazu gehören aushärtende Öle, Öl-Wachs-Systeme, Kaltwachs, Warmwachs und Wasserlack.
Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von Holzart, Beanspruchung und gewünschter Optik ab. Parkett Weber in Frankfurt (Oder) berät Sie bei der Wahl von Parkettart, Holz, Muster und Oberfläche für Ihr Vorhaben.